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2011 Exkursion Ägypten

Der letzte Tag

Am letzten Tag unserer Exkursion mussten wir unsere Stickstoffsättigung im Blut senken und konnten somit leider nicht mehr in das „kühle“ Nass abtauchen. So nutzten wir die letzten sonnigen Stunden in Ägypten indem wir eine Wüsten-Safari bei El Gouna machten. Um ca. 8 Uhr morgens ging es los. Manche von uns befanden sich buchstäblich in einem Rausch der Vorfreude auf die bevorstehenden Stunden in der Wüste. Eher dehydriert aber höchst motiviert wurden die Exkursionsteilnehmer/Innen in zwei Jeeps verfrachtet und mit H2O ausgestattet um der Hitze Widerstand zu leisten.
Nach ca. 2 Minuten war die Aufregung im vorderen Jeep vorbei da manche in einen Koma-ähnlichen Tiefschlaf verfielen. Dieser war erst 40 min. später wieder vorbei als wir unseren ersten Stopp in einem Canyon machten. Dort befand sich vor einigen Jahrtausenden noch ein blühendes Korallenriff. Als wir uns dann aufmachten um auf das Plateau des Canyons zu kraxeln konnten wir so manches Fossil aus Muschel- und Korallenresten im Gestein entdecken. Darauf folgten viele weitere kleine Stopps wo wir besonders schöne Bilder der Wüstenlandschaft mit Wüstenvegetation und Wüstenwolkenlosigkeit betrachten konnten :).
Der zweite längere Stopp führte uns in eine Oase, wo wir uns gleich auf die Suche nach dem Wasser begaben, das hier diese unerwartet vitale Flora aufrechterhält. Ein wenig enttäuscht von der kleinen Pfütze, die so gar nicht dem romantischen Idealbild eines Oasen-Gewässers entsprach, aber begeistert von dem grünen Leben fuhren wir weiter.
Einige Kilometer und kleinere Stopps später hielten wir letztlich an einer Ruine, welche aus vergangenen Römer-Zeiten stammte. Dort konnten wir uns an einem Brunnen ein wenig erfrischen der angeblich auch von den Römern gegraben wurde um Wasser für ihre Siedlung zu erschließen. Nach einem sehr langen, heißen (gefühlte 55°C) und spannenden Tag in der Wüste, machten wir uns in den Jeeps, mit einem todesmutigen ägyptischen Autolenker wieder auf den Heimweg nach Hurghada. Dort wurden dann die Koffer gepackt und mit Wehmut die Heimreise angetreten.
Eine spannende, lustige, gesellige und vor allem biologische Exkursion ging so ihrem Ende zu.
Ein Dankeschön an alle Teilnehmer/Innen und Organisatoren! 🙂

Abu Ramada North , Gota Abu Ramada

An unserem letzten Tauchtag der Exkursion hat sich die Crew unseres Bootes etwas ganz besonderes einfallen lassen. Da wir ja eine relativ abenteuerliche Gruppe sind, wollten wir uns ein zweites Mal an die Steilwand von Abu Ramada North wagen, an der wir das erste Mal die falsche Strömung erwischten und das Boot auf der anderen Seite der Insel auf uns wartete. Genau diese Srömung wollten wir diesmal nutzen, um vom Blauwasser aus das Riff zu finden – leichter gesagt als getan. Hoch motiviert sprangen wir also ins Blaue, was an sich schon sehr abenteuerlich ist, pendelten uns auf ca 15 m ein und paddelten in Richtung Steilwand. Obwohl man nach 15 min nur Blau um sich einige mögliche Steilwände, 100 Haie, und andere unerklärliche Meereserscheinungen glaubt zu sehen, ließ die reale Steilwand auf sich warten und so mussten wir abbrechen und auftauchen. An der Oberfläche angekommen, stellen wir fest, dass unsere hoch geschätzte Strömung uns wieder einmal an der Nase bzw. an dem Riff herumgeführt hat. Aber dank Rudi’s „Nebelhorn“ hat uns das Boot sofort (!) entdeckt und mit einem netten Seil abgeschleppt. Wer dann noch Luft in der Flasche hatte, konnte den Tauchgang direkt an der Steilwand fortsetzen. Wieder einmal hat uns Abu Ramada North nicht enttäuscht…
In der Mittagspause konnten nahezu alle dazu animiert werden Open Water 2 nachzuspielen, indem wir unglaublich akrobatisch vom Boot sprangen und uns die Leiter zurück aufs Boot für einige schreckliche Augenblicke nicht gegeben wurde 😉 (Video kommt noch)
Zum Krönenden Abschluss haben wir dann einen eher beschaulichen ruhigen Ort gewählt, der aber an Spaß nicht zu unterschätzen war, Gota Abu Ramada. Da Maggi und Josi noch ihren Navigtionstauchgang mit Rudi machen mussten, hatten die anderen genügend Zeit, um ihre Bauchtanz, sowie Purzelbaumfähigkeiten unter Wasser zu üben (siehe Video). Nach viel zu kurzen 60 min war dann auch der letzte Spaß vorbei und wir mussten uns von der unglaublichen Unterwasserwelt des Roten Meeres verabschieden.

DOPLPHINS

Am 24.September starteten wir erneut mit dem „Dive Point 1“-Tauchboot Richtung offene See um die Unterwasserwelt zu erforschen und trafen auf Etwas, das wir zuvor nicht geglaubt hatten zu erblicken.

1.Station: Dolphinhouse-Hurghada
Momo, unser Divemaster heizte unsere Gemüter beim Briefing damit auf, dass dieser Tauchgang unter dem Motto „Delphinsuche“ steht. Doch die Erfahrungen der letzten Tage bewiesen, dass wir uns nicht zu große Hoffnungen machen sollten.
Der Tauchgang begann mit einer angenehm leichten Strömung, die uns in einen Kanal führte, in dem man regelmäßig auf Delphine stößt (wenn man Glück hat). Die Aufregung war groß und bei jedem ungewöhnlichen Geräusch blickte ich mich um, in der Hoffnung doch einen Delphin zu erblicken-leider vergebens.
Dennoch war das Riff einfach wunderschön und gut bewachsen. Zahlreiche Fischschwärme (Nasendoktoktoren, Chromis viridis, Parupeneus forsskali, Pempheridae, Anthiinae, etc…) waren zu sehen. Aber auch Blasenanemonen und die dazu obligatorischen Amphiprion waren vertreten. Hierzu muss ich sagen, dass die vorgegebene Tauchzeit von 60 Minuten nicht ausreichend war, um das artenreiche Riff genau beobachten zu können.
Gerade wieder am Boot und der Tauchausrüstung entledigt fing Momo an laut zu rufen: „DOOOOOOLPHINS!!!“.
Überrascht über diese Info rannten alle, die ihre Stimme nicht überhört hatten (was so gut wie unmöglich war)zur Reeling um die Umgebung nach Delphinen abzuscannen.
Und da! Ganz Plötzlich konnte man die Rückenflossen der Tümmler an der Wasseroberfläche entlangstreifen sehen. Als wäre es ein Reflex liefen einige von unserer Gruppe sofort zur Badeplattform, um ihre Maske zu holen und warteten nur noch auf Abdo´s Signal um endlich vom Boot springen zu dürfen.
„GO“-das Stichwort ertönte und wir sprangen ins Meer um den Delphinen so nahe wie möglich zu sein. Ergebnis: 12 Stück an der Zahl inklusive zweier Babies. Es war unbeschreiblich. Zurück am Boot hatten wir das Glück noch eine weitere Delphinschule schwimmen zu sehen. Leider waren wir nicht die einzigen, die diese schönen Geschöpfe entdeckten und so waren auch ca 10 andere Tauchschiffe vertreten, die die Delphine regelrecht hin-und her scheuchten. Wir beschlossen die Tiere in Ruhe zu lassen und zum nächsten Tauchplatz zu fahren:

2. Station: Shab Uhr + Uhm Gamar
Zu diesem Ort lässt sich nicht viel sagen, außer dass das Riff tot war. Einzig ein paar Glasflaschen, Plastik, ein Barrakuda und einige freischwimmende Muränen waren zu sehen. Angeblich sah das selbe Riff vor eineinhalb Jahren noch ganz anders aus. – Schade…
Es war nicht hunderprozentig zu ermitteln, ob es durch Dornenkronen (eine wurde entdeckt) , Tourismus, oder andere ökologische Veränderungen derart zerstört wurde.

3. Station: Abu Abdo
Ein Geheimtipp von unserem Captain Abdo.
Ein sehr mystischer Tauchplatz mit einer hohen (tiefen?) Steilwand. Man hatte dauernt das Gefühl im Blau Haie auf einen zukommen zu sehen, aber diese größeren Fische stellten sich bei näherer Betrachtung schnell als Thunfische und Makrelen heraus.
Am Riff selbst waren relativ viele Drückerfische zu beobachten.
Danke Abdo, für den tollen Tauchtipp.

4. Station: Hotel bzw. Steakessen im Café del Mar.
Nach 3 Tauchgängen braucht man ordentlich Fleisch, um wieder zu Kräften zu kommen. Nach der kleinen aber feinen Steakjause waren die meisten von uns bald wieder fit und wir konnten so unsere Erfahrungen dieses ausergewöhnlich schönen Tages verarbeiten.

Divesight 1: Erg Somaya

Ein Drift Dive auf ca 30m entlang eines mit Gorgonien und recht vielen Weich und Hartkorallen ( Millepora, Pocillopora damicornis, Astroides calycularis, Fungiidae, Elisella sp. Alcyoniidae, etc. ) bewachsenen Riffes.
Weiters wurden einige Riesen- , Russkopf- sowie Marmormuränen gesichtet, die erneut durch ihre Form und Bewegungen beeindruckten.
Auf ca. 31m kamen wir zu einer kleinen Höhle, in der viele Chromis viridis, einige Scaridae sowie diverse Weichkorallen zu finden waren. Die Strömung meinte es meistens gut mit uns, sodass wir das Riff genießen konnten, wobei sie uns manchmal zu schnell an einer interessanten Stelle vorbeitrieb.
Alles in allem ein schöner abenteuerlicher Tauchplatz.

Zwischen erstem und zweiten Tauchgang genossen wir wie jeden Tag die kurze Erholungspause und das sehr gute Essen an Bord des Dive Point 1.

Divesight 2: Fol Folea

Ein schöner, entspannter Reef dive auf ca 16-17 m.
Zu sehen waren einige Hart-, als auch Weichkorallen, Muränen (Riesen- und Rußkopfmuränen), juvenile blaue Drückerfische, unzählige Fahnenbarsche, Sanddollar, Diademseeigel und wahrscheinlich das Highlight des Tages: eine Dornenseegurke (da wir während unserer ganzen bisherigen Exkursion noch keine Seegurke gesehen hatten, freuten wir uns, dieses relativ große Exemplar entdeckt zu haben) .

Divesight 3: Ras Disha ( Nightdive )
Nachdem wir kurz zurück zum DivePoint mussten, um das nächtliche Proviant und weiteres Equipment für den dritten Tauchgang einzupacken, fuhren wir im Sonnenuntergang auf dem fast spiegelglatten Roten Meer zum Tauchplatz Ras Disha.
Der dortige Nachttauchgang gehört sicherlich zu einem der schönsten Erlebnisse während der Exkursion. Für eine Stunde tauchten wir ab auf ca. 15 m Tiefe. Ein rießiger Felsblock beschäftige uns allein eine knappe halbe Stunde, da dort sooo viel zu entdecken war! Neben kleinen Garnelen in den verschiedensten Farben gab es dort u.a. rote Seesterne, Muränen und diverse Fische zu entdecken. Natürlich trafen wir auch auf Rotfeuer-Fische, die jedoch bei weitem nicht so aufdringlich waren, wie die in Marsa Nakari. Die Gruppe blieb stetzt dicht bei einander, was teilweise zu der ein oder anderen Kollision führte 😉
Momo bat uns während der Besprechung des Tauchplatzes bereits, am Ende des Tauchgangs auf ein Zeichen von ihr hin, zum Grund zu kommen und dort die Lichter abzuschalten, da sie eine Überraschung für uns hätte. Anfangs war alles stockduster, doch als Momo begann mit ihren Händen das Wasser um sich herum aufzuwirbeln, begann „das Meer“ in kleinen, grünen Punkten zu funkeln – Meeresleuchten!! Wunderschön begannen die Kleinstlebewesen durch unser Aufwirbeln dank ihrer Bioluminenszenz-Fähigkeit zu leuchten. Ein beeindruckener Moment!
Anschließend begannen wir mit dem Auftauchen. An Bord angekommen, machte uns uns Captain Abdu auf die Sepiolen im Wasser aufmerksam, von denen wir unter Wasser gar nichts mitbekommen hatten! Von oben beobachteten wir den kleinen, roten Schwarm.
Diesen einmaligen Abend ließen wir mit einem tollen Essen an Bord ausklingen und genossen die Rückfahrt, wobei uns die beleuchteten Häuser am Ufer einen weiteren schönen Anblick boten.

Die Steilwand von Small Giftun & Die Felsblöcke von Arog Gota

SMALL GIFTUN
Am Mittwoch, den 21.9.11, erkundeten wir den Tauchplatz Small Giftun, der etwa 60 min mit dem Boot entfernt von Hurgharda liegt. Small Giftun besteht aus einem Plateau, welches auf ca. 10 m Tiefe liegt und von welchem anschließend steil hinab bis auf 20 m eine Riffwand abfällt, die wiederum auf ein Plateau trifft. Wir nutzten die leichte nach Süden verlaufende Strömung, um uns entlang der Steilwand, die mit vielen Gorgonien bewachsen war, treiben zu lassen und die Unterwasserwelt gemütlich an uns vorbeiziehen zu lassen. Bekannt ist Small Giftun neben seines Gorgonien-Reichtums aber auch für seine Napoleon-Familie, die wir jedoch leider nicht zu Gesicht bekamen. Stattdessen trafen wir auf u.a. einen kleinen Thunfisch-Schwarm, Straßenkehrer, eine Rießenmuräne und Drachenköpfe. Einige von uns hatten auch das Glück auf einen Oktopus zu stoßen, der sich in einem Felsblock versteckte(?).
Leider ist Small Giftun ein sehr beliebter Tauchplatz, weshalb wir auf verhältnismäßige viele Boote, Taucher und Schnorchler trafen. Trotzdem schien das Riff in einem guten Zustand zu sein und die Biodiversität war wieder einmal atemberaubend.

AROG GOTA
Der Tauchplatz Arog Gota wurde von uns am Nachmittag erkundet. Er besteht aus mehreren rießigen Felsblöcken, an denen sich die Fische auch in 22 m Tiefe in recht hoher Zahl tummeln. Vor allem die vielen Fahnenbarsche (siehe Video) färben neben den Korallen die Blöcke bunt. Auf dem Sandboden zwischen den Felsen liegen häufig kleinere Felsen, auf denen sich v.a. die Dreibandigen Preußenfische aufhalten. Sie bieten aber auch Lebensraum für Rießenmuränen, Feuerfische und Drachenköpfe (alle drei siehe Video). Bei einem Blick Richtung Blauwasser konnten wir einen großen Schwarm Physiliere ausmachen. Wir zogen in Schlängellinien zwischen den Felsen vorbei, wobei natürlich angesichts der faszinierenden Unterwasserwelt jede Menge Fotos und Video gemacht wurden. Beispielsweise wurde auch eine Blaue Wurzelmund-Qualle genauer beobachtet (siehe Video). Abgelenkt von der Biodiversität von Arog Gota blieben die zwei Buddy-Teams, Krissy/Helma und Martin/Josi, „unbemerkt“ zurück. Da sie spätestens seit der nicht wie geplant abgelaufenen Tauchgänge zuvor, mit ausreichend Bojen und Pfeifen ausgestatteten waren, hatten sie bereits beschlossen alle Bemühungen die restl. Exkursionsgruppe wiederzufinden, aufgegeben. Am Ende trafen sie jedoch auf die große Gruppe, wobei sich ihnen ein weiterer, herrlichen Anblick bot – der an der zweiten Luftversorgung der zierlichen Tauchlehrerin Momo ventral angehängte, rießig-wirkende Taucher, dem zuvor die Luft ausging. Wiedervereint wurde ein 3Min-Stop auf 5 m Tiefe eingelegt und alle Vorkehrungen zum Boje setzen getroffen. Dabei gestaltete sich jedoch das Boje aufblasen durch Momo mit noch immer angehängten Taucher als kompliziert, doch stilsicher klemmte sie sich ihn im Rodeo-Look zwischen die Beine und dank der Unterstützung von Rudi konnte die Boje – zwar nicht, wie aus dem Lehrbuch, doch erfolgreich – gesetzt werden.

Zurück an Land wurden in einem der Klassenzimmer des Dive Points einige der Fotos und Videos betrachtet und die abgebildeten marinen Lebewesen bestimmt.

Rückfahrt nach Hurghada

Gegen Mittag holte uns der Bus ab um uns nach Hurghada zu bringen. Nach vier Stunden Fahrt luden wir zuerst unser Tauchequipment bei der Basis Dive Point ab. Erledigten alle Formalitäten und bekamen eine kleine Führung durch die Basis und warfen einen ersten Blick auf das Boot. Dann ging es zum Hotel. Nach einer ersten Begutachtung hätten wir die schäbige Baracke sehr gern wieder gegen ein paar Zelte am Strand eingetauscht. Einen Hoteltausch hat dann aber niemand vollzogen. Ein Zimmer um € 23,- zu finden, dass den Ansprüchen genügt, ist dann doch nicht so einfach. Das Zelt in Nakari hat ja schon € 40,- gekostet!

Abu Ghoson und Mangroven

Heute fuhren wir wieder mit dem Truck ca. 40 Minuten zu unserem Tauchplatz. Ziel war das Schiffswrack, das in einer anfängerfreundlichen Tiefe lag. Hier tauchten wir in 2 Gruppen, um uns beim Wrack nicht in die Quere zu kommen. Am Weg zum Wrack tauchten wir zur rechten Schulter an einem wunderschönen Korallenriff entlang. Hier sahen wir auch zur Abwechslung eine weiße Blasenanemone mit sehr aggressiven Clownfischen – anscheinend hatte die Brutzeit schon begonnen – und trotz des erheblichen Größenunterschiedes versuchten sie uns Taucher zu attackieren. Wir fanden ein mit Stein- und Weichkorallen bewachsenes Wrack vor. Mast und Schiffsschraube waren noch sehr gut erhalten. Im Schiffsbauch tummelten sich ein großer Schwarm von Glasfischen. Darüber schwamm eine Schule von Makrelen. Auch hier gab es die üblichen Doktorfische und Falterfische. Am Rückweg begegneten uns wieder ein paar kleine Glasgarnelen in ihren Anemonen.
Unser zweiter Tauchgang war nun das Riff zur linken Schulter. Auch hier sahen wir ungewöhnlich große und schöne Weich- und Steinkorallen sowie jede Menge Fische. Seenadeln waren überall anzufinden und wir entdeckten unseren zweiten großen Oktopus. Nach diesen beiden Tauchgängen fuhren wir mit dem Truck weiter zu den Mangroven, wo unser Mittagessen auf uns wartete. Im seichten Wasser vor der Mangrove fanden sich zahlreiche Schlangensterne und Schnecken, weiters viele Vogelschwärme und sogar den verlassenen Horst eines Fischseeadlers.

Ras Tondoba

Heute Vormittag fuhren wir mit 2 Speedbooten zum Ras Tondoba. Etwa 20 Minuten dauerte die Fahrt. Auf dem Speedboot mussten wir in kompletter „Montur“ antreten. Die Fahrt war sehr gewöhnungsbedürftig aufgrund des Seegangs und der Geschwindigkeit des Bootes. Der Einstieg erfolgte durch eine Rückwärtsrolle. Auch hier fanden wir eine große Diversität an marinem Lebewesen. Riesenkugelfisch, viele Tisch- und Lederkorallen, Haarsterne, Schwärme von Soldatenfischen, Federsterne, Pyjamasternschnecke, Barsche, Maskenfalterfische, Anemonen mit Clownsfischen und Glasgarnelen. Auch Drachenköpfe und Riesenmuscheln gab es hier zu sehen.
Der Einstieg ins Boot war eine kleine Katastrophe. Zwischen den Tauchgängen gab es wie immer – Getränke und Kuchen.
Der 2. Tauchgang fand ebenfalls hier statt.

Am Abend beschlossen Daniel, Chrissi und Helma einen Nacht-TG am Nord-Riff zu machen. Karim bot sich als Begleitung an. Dabei bot sich ein ganz anderes Bild als am Tag. Die Rotfeuerfische interessierten sich extrem für das Licht der Tauchlampen. Beim Ein- und Ausstieg aus dem Wasser stellte es ein kleines Problem dar, um nicht auf diese anhänglichen, aber giftigen Gesellen zu treten. Zu sehen gab es schlafende Papageienfische – leider noch ohne „Schlafanzug“. Wir tauchten an den Kameras die Martin, Stefan und Rudi positioniert hatten, vorbei. Der Tauchgang dauerte ca. 45 Minuten und zu sehen gab es Drachenköpfe, eine große Languste und am Ufer sogar einen kleinen, roten Oktopus.

El Fokery

Heute hieß es wieder früh aufstehen. Wir fuhren mit dem Truck zu unserm Tauchplatz. Unser gesamtes Tauchequipment packten wir in unsere Kisten und ließen sie auf einen anderen Truck verladen. Wir fuhren auf einem dazu mit Sitzen umgebauten LKW. Der Tauchplatz war ungefähr eine halbe Autostunde entfernt. Dort angekommen bauten wir unser Ausrüstung zusammen. Nach einem kurzen Briefing ging es dann ab ins Wasser. Karim versprach uns hier eine schöne Seegraswiese, mit der Hoffnung auf Dugongs. Leider blieben die Dugongs fern. Dafür sahen wir einen Gitarrenrochen über die Seegraswiese gleiten. Die Seegraswiese war eine mickrige Angelegenheit, wenn man sie mit den Seegraswiesen in der Adria vergleicht. Trotzdem hatten wir hier 2 schöne Tauchgänge. Unter anderem sahen wir: eine große grüne Schildkröte, Fledermausfische, rosarote Anemonen, blaue Wurzelmundquallen, jede Menge diverser Korallenfischchen, einen Oktopus und viele kleine Seenadeln.

Hausriff Nord und Süd

Tagwache war heute um 6 Uhr, Frühstück gab es bereits ab 6.30. Der heutige Tag diente der Erkundung der Hausriffe. Zuerst betauchten wir das Nordriff. Hier konnten wir uns gleich auf Grund der Vielfalt an Fischen und Korallen ans bestimmen heranmachen. Pilzkorallen, Lederkorallen, Elephantenohr, Rotfeuerfische, Anemonen und ihre Clownfische. Auch einen Drücker sahen wir, dem gerade ein Fisch aus dem Maul hing. Er ließ sich lange beim Fressen nicht stören. Doch dann verlor er das Interesse am restlichn Fischkopf.
Am Nachmittag nahmen wir uns das Südriff vor. Auch hier gab es eine große Diversität an Lebensformen. Krokodilfisch, Zackenbarsche, Igelfisch, indische Rotfeuerfische, Diademseeigel und sogar eine echte Karettschildkröte. Dabei stellten wir fest, dass das Südriff aufgrund der Strömung und Sichtweite am Vormittag und das Nordriff am Nachmittag besser zu betauchen ist.